Unter dem Motto „Tradition trifft Humor“ fand am 14. April 2026 der traditionelle Maibock-Anstich im Hofbräuhaus in München statt. Der Kabarettist Django Asül hat wieder die Maibock-Rede gehalten und die Politiker kräftig derbleckt.
Rund 600 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begrüßten am 14. April im historischen Festsaal mit einem kräftigen Schluck Maibock gebührend den Frühling. Den feierlichen Fassanstich nahm traditionell Finanzminister und oberster Chef von Hofbräu München Albert Füracker persönlich vor. Unterstützt wurde er dabei von dem neuen Brauereidirektor Dr. Jörg Lehmann. Den erste Krug Maibock reichten sie dann dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder.
Django Asül derbleckt die Politiker
Der bekannte bayerische Kabarettist Django Asül hat mit seiner scharfzüngigen Maibockrede auch in diesem Jahr wieder das Publikum begeistert. Er nahm besonders die bayerische Landespolitik und das Abschneiden der Parteien bei der Kommunalwahl aufs Korn. Da durfte ein Seitenhieb auf die Abwahl des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter ebenso wenig fehlen wie die das schlechte Ergebnis des Münchner OB-Kandidaten Clemens Baumgärtner. Zu Reiter sagte er: „Angeblich wusste er gar nicht, dass er Geld bekommt für die Ämter beim FC Bayern. Aber er hat es versteuert.“. Baumgärtner nannte er wegen seiner Brille den Flip aus Biene Maja, der am Wahlabend zum Flop von der CSU wurde.
Eine besondere Neuerung war in diesem Jahr der kurze Gastauftritt des charmanten Duos „Lausdeandl“, bekannt aus den Brettlspitzen. Musikalisch untermalt wurde der Abend von den „Holledauer Hopfareissa“, die mit traditionellen Klängen für zünftige Stimmung sorgten. Durch den Abend führte die charmante Moderatorin Marion Schieder, während Claudia Finger-Erben die TV-Moderation übernahm.
Hofbräu-Ehrenpreis für die Muffathalle
Für die treue Partnerschaft mit der Brauerei Hofbräu München ist in diesem Jahr die Muffathalle in München mit dem Ehrenkrug ausgezeichnet worden. „Die Geschäftsführer Dietmar Lupfer, Christian Waggershauser und Peter Schmeier haben das Haus zu einer Institution von europäischen Rang gemacht“, sagte HB-Direktor Dr. Jörg Lehmann in seiner Laudatio. Seit den frühen 90erJahren hätten sie bewiesen, dass „Subkultur“ und „Professionalität“ keine Gegensätze sein müssen. Unter ihrer Leitung sei das Muffatwerk zu einem Ort, an dem der Weltstar auf der Bühne stehe, während nebenan im Ampere die Avantgarde von morgen probe, so Lehmann.

Der Maibock-Anstich in voller Länge wurde am Abend vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Sendung ist ansonsten in der ARD-Mediathek abrufbar.
Der Hofbräu Maibock: Ältestes Bockbier Münchens
Der Hofbräu Maibock ist nicht nur ein saisonales Highlight, sondern auch das älteste Bockbier Münchens, dessen Brautradition bis ins Jahr 1614 zurückreicht. Ursprünglich als heller Frühlingsbock ausschließlich für den kurfürstlichen Hof gebraut, entwickelte er sich später zu einem beliebten Starkbier für alle Münchnerinnen und Münchner. Es wurde im 19. Jahrhundert im Bockkeller in der Münzstraße ausgeschenkt, der auf dem Gelände des heutigen Hotels Platzl stand. Ab 1874 gab es dann das Bockbier im Hofbräuhaus am Platzl. 1910 führt Hofbräuhaus-Wirt Karl Mittermüller dann den Maibockanstich als Spektakel für die „Großkopferten“ ein.
Der Maibock ein kräftiges, untergäriges Starkbier mit einer Stammwürze von ca. 16,3 % und einem Alkoholgehalt von etwa 7,2 % vol. Sein vollmundiger Geschmack, gepaart mit einer feinen Malznote und einer angenehmen Hopfenbittere, macht ihn zu einem wahren Genuss für Liebhaber traditioneller Braukunst.